Blog 14 Juni 2018

Ashwagandha - die Schlafbeere

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Sagt Ihnen der Begriff Ashwagandha etwas? Hierzulande ist die exotische Pflanze auch unter dem Namen "Schlafbeere" bekannt.

Ashwagandha kommt ursprünglich aus Afghanistan, Indien und Pakistan, wo es lange schon als Heilmittel verwendet wird. Im Ayurveda zum Beispiel beinhaltet die Beere eine wichtige Rolle. Wie der Name bereits andeutet, ist die Beere In den arabischen Ländern unter anderem für ihre narkotisierende und schlaffördernde Wirkung bekannt.

Für welche Zwecke wird Ashwagandha verwendet?

In der Ayurvedischen Medizin werden die Schlafbeere und ihre Wurzeln sehr häufig genutzt und können in vielen Bereichen eingesetzt werden.

Als erstes unterstützt Ashwagandha eine gesunde Balance im Nervensystem und soll bei Überanstrengung und chronischer Erschöpfung helfen. Angstzustände und Panikattacken können durch die sedative Wirkung der Pflanze die Nerven beruhigen. Sogar bei der Behandlung von Multipler Sklerose soll die Schlafbeere unterstützend eingesetzt werden können.

Durch seine entspannende Wirkung fördert die Beere auch einen erholsamen und ruhigen Schlaf. Durch die sedative Wirkung, wird sie gerne als Schlafmittel verwendet. Hiervon leitet sich auch der deutsche Name "Schlafbeere" ab. Wer sich schwer tut Abends nach einem stressigen Tag abzuschalten und stundenlang wach liegt, für den bietet sich diese pflanzliche Lösung an. Ashwagandha fördert nämlich nicht nur ein ruhiges einschlafen, sondern beeinflusst auch die Dauer der Tiefschlafphase. So können Sie entspannt und frisch in den Tag starten.

Ashwagandha wird gerade in Indien gerne für Potenzprobleme eingesetzt. Diese wird gesteigert und wirkt somit der Impotenz entgegen. Neben einer generellen Steigerung der Libido und der sexuellen Lust, verfügt die Pflanze über den Ruf, die Länge der Erektionsdauer zu steigern und sogar die Spermienqualität zu verbessern.

Auch eine entzündungshemmende Wirkung wird ihr zugesprochen, aufgrund ihrer antibakteriellen Fähigkeiten. Die Blätter werden bei Geschwüren sogar auf die Haut aufgelegt und heilen die Entzündungen und Schwellungen. Der Pflanze wird sogar nachgesagt, sie solle desinfizierend wirken, das Blut reinigen und den Bluthochdruck senken. Grundsätzlich kann Ashwagandha als eines der wichtigsten Stärkungsmittel im Ayurveda bezeichnet werden. Es regeneriert die Gewebe, speziell das Plasma (Rasa Dhatu) und Muskelgewebe (Mamsa Dhatu).

In welcher Form kann Ashwagandha verwendet werden?


Die Blätter, die Wurzelrinde und die Wurzel selbst werden zu Tees und Pulvern verarbeitet und können in Kapselform am einfachsten konsumiert werden. Da der Tee nicht besonders schmackhaft ist, kann man Honig oder Zimt hinzugeben, um den bitteren Geschmack zu überdecken. Wer sich hiervon nicht stören lässt, kann natürlich auch die Wurzel direkt kauen um so den Mundinnenraum von Bakterien zu befreien und Zahnschmerz zu erleichtern.

Der Wirkstoff einer Wurzel schwankt leider, da hier das Alter der Pflanze und die Lagerung einen großen Einfluss haben. So sollte man in Notfällen, immer zum einem Extrakt mit gleichem Wirkstoffgehalt zu sich nehmen. Wer Ashwagandha nur vorbeugend nutzt, kann ohne weiteres das Pulver verwenden.

Die vier verschiedenen Darreichungsformen sind, Arishta (Kräuterlikör), Churna (Pulver), Tabletten (zur Stärkung) und Gritha (Ashwagandha in Ayurvedischer Butterform).

Wie wirkt Ashwagandha?

Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Ashwagandha die Gehirnzellen vor den negativen Einflüssen unseres Lebensstils schützen kann, die in Form von Stress, Giften in der Umwelt und schlechter Ernährung auftreten.

In den Bereichen Angst und Depression stellte man fest, dass die Anwendung der Pflanze eine vergleichbare Wirkung gegen diese Krankheiten aufweist, wie manche Antidepressiva.

Stress erhöht die Lipidperoxidation und hemmt die stress reduzierenden Enzyme Glutathionperoxidase und Katalase. Studien zeigen, dass wenn Ashwagandha-Extrakt vor einer Stress auslösenden Situation oder Tätigkeit einer Person zugeführt wurde, die Stressparameter sich normalisierten.

Auch Sportler dürfen sich freuen! Einer Studie zufolge, steigert es die Muskelkraft beim Training und verringert das Auftreten traingsbedingter Muskelschädigungen, sowie eine starke Reduktion des Körperfettanteils. Zudem fand man in der Studie heraus, dass bei den Testpersonen eine deutliche Vergrößerung der Muskelmasse im Brust- und Armbereich stattgefunden hatte.

Da Ashwagandha zu der Gruppe der Adaptogene gehört, sorgt sie außerdem dafür, dass Blutzucker schneller in die Körperzellen aufgenommen wird, wodurch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigt. Auch der Serotoninspiegel wird erhöht. Der Nervenbotenstoff sorgt für die Entspannung der Blutgefäße und schon sinkt der Blutdruck. Auch Menschen, die an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden, wird geraten Adaptogene einzunehmen. Diese helfen, stressresistenter zu werden und somit werden weniger gesundheitsschädigende Reaktionen ausgelöst.

Ashwagandha ist eine sehr vielseitige Heilpflanze. Studienergebnisse berichten, das aufgrund ihrer heilenden Fähigkeiten, Angstzustände und Stress reduziert werden können. Die Schlafbeere hilft bei Depression, kann die Leistungsfähigkeit erhöhen, aber auch bei Schlafproblemen unterstützend verwendet werden.

Es ist nicht bewiesen, dass Ashwagandha - wie auch behauptet wird - gegen Krebs helfen soll. Auch kann nicht bestätigt werden, dass sie ein Hilfsmittel gegen Parkinson und Alzheimer wäre.

Alles in allem ist Ashwagandha eine wunderbare, pflanzliche Option um in Stresssituationen entspannter zu reagieren, leistungsfähiger zu werden und trotzdem ruhig in den Schlaf zu gleiten.

Dieser Artikel wurde von unserer Gastbloggerin, Anna Rosenblatt geschrieben und von Lieve Plasch unterstützt.
Mehr Inspiration gibt es auf ihrer Website healthyhappy.de

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